Die Einhaltung von DIN 4123 und den Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' (EAB) ist in keiner Stadt so entscheidend wie in Salzgitter, wo die geologische Karte ein Mosaik aus eiszeitlichen Lockergesteinen, Löss und den Ausläufern des Salzgitter-Höhenzugs zeigt. Bei einer Baugrubenüberwachung geht es hier nicht um eine reine Formalität, sondern um das frühzeitige Erkennen von Verformungen, die in einem derart heterogenen Baugrund schnell kritisch werden können. Viele Projekte in der Innenstadt, etwa entlang der Konrad-Adenauer-Straße, stehen auf einem Wechsel von dichten Geschiebemergeln und wasserführenden Sandlinsen, was eine kontinuierliche Überwachung des Verbaus und der angrenzenden Bebauung unverzichtbar macht. Unser Team setzt dabei auf eine Kombination aus digitalen Inklinometern und geodätischen Messverfahren, um für Bauherren und ausführende Firmen die geforderte Rechtssicherheit nach Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2014) zu gewährleisten.
Eine Baugrube ist ein temporäres Bauwerk, das dennoch den strengsten Sicherheitsstandards genügen muss – besonders im Altbergbaugebiet von Salzgitter.
