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Korngrößenanalyse in Salzgitter: Präzise Siebung und Hydrometer für Ihren Baugrund

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Salzgitter wuchs mit Stahl und Erz – doch unter dem rasanten industriellen Ausbau der 1930er Jahre liegt ein geologisches Patchwork. Die Stadt erstreckt sich über Löss, Geschiebelehm und Auenböden der Innerste, was das Baugrundrisiko auf wenigen hundert Metern drastisch ändern kann. Unser Labor führt die Korngrößenanalyse als kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse durch. Wir ermitteln die Kornverteilung von Grobkies bis Feinton und liefern die Kennwerte für Frostempfindlichkeit, Filterstabilität und Verdichtbarkeit. Gerade im Bereich der Stichkanäle und Hochwasserschutzdeiche entscheidet die Sieblinie über die Zulässigkeit des Füllbodens. Für bindige Horizonte kombinieren wir die Analyse mit den Atterberg-Grenzen, um das bodenmechanische Verhalten vollständig zu klassifizieren.

Die Sieblinie ist der Fingerabdruck Ihres Bodens – sie bestimmt Frostklasse, Filterregel und Verdichtbarkeit auf einen Blick.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Mit 104.000 Einwohnern und einer Höhenlage von 90 m ü. NHN weist Salzgitter jährliche Niederschläge von über 700 mm auf – ein hydrologischer Faktor, der die Feinkornauswaschung in Dammschüttungen beschleunigt. Die Siebung trennt die Fraktionen ab 0,063 mm mit einem Prüfsiebsatz nach DIN ISO 3310-1. Für den Feinkornanteil setzen wir das Aräometerverfahren ein und messen die Sedimentationsgeschwindigkeit im Suspensionszylinder. Bei kiesigen Sanden der Niederen Börde liefert die Sieblinie direkt den Durchlässigkeitsbeiwert kf nach Hazen. In Auelehmen oder Lösslehmbändern aus der Fuhseniederung ist hingegen die Plastizität entscheidend – wir empfehlen dann ergänzend den Proctorversuch, um die einbaufähige Dichte festzulegen. Jede Analyse endet mit einem Diagramm und tabellarischem Prüfbericht, aus dem Cu, Cc und der Feinanteil sofort ablesbar sind.
Korngrößenanalyse in Salzgitter: Präzise Siebung und Hydrometer für Ihren Baugrund
Technische Referenz — Salzgitter

Lokale Besonderheiten

Die Differenz zwischen Lebenstedt und Salzgitter-Bad zeigt das Risiko deutlich: Während Lebenstedt auf sandig-kiesigen Terrassenablagerungen mit schneller Dränage steht, dominieren in Bad die tonig-schluffigen Verwitterungsböden des Unterkreide-Tonsteins. Wer hier ein Versickerungsbecken ohne exakte Sieblinie plant, riskiert Staunässe und Auftriebsschäden. Noch kritischer wird es bei Dichtungsschichten für Deponien oder Regenrückhaltebecken – verfehlt die Kornverteilung die Filterregel nach Terzaghi, wandern Feinanteile aus. Wir haben Proben gesehen, bei denen ein Cu unter 3 im Sand eine innere Erosion im Deichkörper auslöste. Die Schürfgruben in Kombination mit der Siebanalyse liefern dann die horizontierte Probenahme, die ein Schichtenmodell des Untergrunds erst möglich macht. Auch bei Rüttelverdichtungen gibt die Ungleichförmigkeitszahl Cu vor, ob der Boden verdichtungswillig ist.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 17892-4:2017 – Labortechnische Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 18123 – Bestimmung der Korngrößenverteilung (Sedimentation), DWA-A 138 – Filterregeln für Versickerungsanlagen (Bezug Kornverteilung)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Prüfverfahren SiebungTrockensiebung nach Waschgang, DIN EN ISO 17892-4
Aräometer-MethodeSedimentation in Natriumpyrophosphat-Lösung bei 20 °C
Messbereich0,001 mm bis 125 mm (Ton bis Grobkies)
Kennwerte Ausgabed10, d30, d60, Cu, Cc, Feinanteil <0,063 mm
AkkreditierungDAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 für Kornverteilung
Probenmengeca. 2 kg gestört, angepasst an Größtkorn
BerichtsumfangDiagramm, Tabelle, Bodenklassifikation nach DIN 18196

Häufige Fragen

Wie viel Material benötigt das Labor für eine vollständige Sieb- und Schlämmanalyse?

Wir brauchen etwa 2 Kilogramm gestörte Bodenprobe. Entscheidend ist das Größtkorn: Bei Kies über 63 mm muss die Probenmenge erhöht werden. Die Entnahme kann direkt aus der Schürfgrube oder dem SPT-Gestänge erfolgen.

Wann reicht die reine Siebung, wann ist das Aräometerverfahren nötig?

Liegt der Feinkornanteil unter 5 %, genügt die Trockensiebung nach Waschgang. Sobald Schluff- oder Tonanteile das bodenmechanische Verhalten bestimmen – etwa bei Auelehm oder Löss – ist die Sedimentationsanalyse mit dem Aräometer zwingend, um die Plastizität und Durchlässigkeit korrekt zu bewerten.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Korngrößenanalyse rechnen?

Die kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse liegt üblicherweise zwischen 100 € und 150 €, abhängig vom Feinanteil und der erforderlichen Sedimentationsdauer. Sie erhalten dafür einen vollständigen Prüfbericht mit Diagramm und Klassifikation.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Salzgitter und seinem Großraum.

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