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Proctor-Versuch in Salzgitter – Normgerechte Verdichtbarkeitsprüfung

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Der Landkreis Salzgitter mit seinen heterogenen Böden – von Lösslehm über Geschiebemergel bis zu den sandig-kiesigen Ablagerungen entlang der Innerste – verlangt nach einem präzisen Blick auf die Verdichtbarkeit. Wir kennen die lokalen Unsicherheiten: In den Hanglagen oberhalb von Salzgitter-Bad trifft man auf verwitterte Kreidetone, während in den Gewerbegebieten um die Eisenhüttenstraße oft anthropogene Auffüllungen anstehen. Genau hier setzen wir mit dem Proctor-Versuch nach DIN 18127 an. Die Prüfung liefert den Trockendichtewert und den optimalen Wassergehalt, den Sie brauchen, um Verdichtungsanforderungen im Erdbau sicher nachzuweisen. Verlassen Sie sich auf unser akkreditiertes Labor – ISO 17025 zertifiziert – für eine Auswertung, die auch die Kontrollprüfung vor Ort standhält. Ergänzend zur Verdichtbarkeit klären wir mit der Korngrößenanalyse die Kornverteilung und mit den Atterberg-Grenzen das plastische Verhalten bindiger Schichten ab, bevor der erste Walzengang erfolgt.

Der Trockendichtewert aus dem Proctor-Versuch ist kein Laborwert – er ist Ihr Kontrollmaßstab für jede einzelne Verdichtungslage im Feld.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Salzgitter liegt auf einer Fläche von rund 224 km² mit Höhenlagen zwischen 73 m ü. NHN im Norden und 275 m ü. NHN am Hamberg. Diese Spanne bringt unterschiedliche Ausgangsgesteine mit: quartäre Sande, tertiäre Tone und kreidezeitliche Mergel. Unser Prüfprogramm unterscheidet strikt zwischen dem einfachen Proctor für konventionelle Dämme und dem modifizierten Proctor für hochbelastete Verkehrsflächen – etwa die Zufahrten zum Stahlwerk. Wir entnehmen die ungestörte Probe direkt auf Ihrer Baustelle in Lebenstedt oder Thiede, bereiten sie im Labor auf und fahren die Prüfserie mit mindestens fünf Wassergehalten, um den Scheitelpunkt der Kurve statistisch abgesichert zu bestimmen. Für bindigen Boden, der zur Klumpenbildung neigt, setzen wir vorab eine Trocknung und schonende Zerkleinerung ein, ohne die Kornstruktur zu brechen. Die Ergebnisse übergeben wir als Proctorkurve mit Trockendichte und optimalem Wassergehalt, ergänzt um die zugehörige Sättigungslinie. Auf Wunsch kombinieren wir den Proctor-Versuch mit der In-situ-Durchlässigkeit, um auch die Wasserwegigkeit des verdichteten Materials zu quantifizieren.
Proctor-Versuch in Salzgitter – Normgerechte Verdichtbarkeitsprüfung
Technische Referenz — Salzgitter

Lokale Besonderheiten

Wir setzen in Salzgitter auf einen automatischen Fallhammer mit 2,5 kg Masse – der klassische Proctor-Aufbau. Der freie Fall aus 30 cm Höhe auf die im Zylinder eingebaute Probe erzeugt eine definierte Verdichtungsenergie von 0,6 MNm/m³. Bei modifizierten Prüfungen wechseln wir auf den 4,5-kg-Hammer mit 45 cm Fallhöhe und 2,7 MNm/m³. Schon kleine Abweichungen in der Schlagzahl pro Lage oder eine ungenaue Wasserzugabe verfälschen die Proctorkurve und damit den Sollwert für die Baustelle. Das größte Risiko in der hiesigen Region ist die unerkannte Gipskorrosion: In den Auslaugungszonen des Zechsteins unter Salzgitter kann sich der optimale Wassergehalt durch Sulfatausfällungen verschieben, was bei einer Standardprüfung ohne mineralogische Vorerkundung leicht übersehen wird. Ein zu trocken oder zu nass eingebauter Boden führt unter Verkehrslasten zu Setzungen, die später teure Nacharbeiten im Straßen- und Kanalbau erzwingen.

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Geltende Normen

DIN 18127:2012, DIN EN 13286-2, TP BF-StB Teil B 5.1, ZTV E-StB 17, ISO 17025

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18127:2012
Zylinderdurchmesser100 mm / 150 mm
Schlagmasse (Normal / Mod.)2,5 kg / 4,5 kg
Fallhöhe (Normal / Mod.)30 cm / 45 cm
Verdichtungsenergie (Normal)0,6 MNm/m³
Verdichtungsenergie (Mod.)2,7 MNm/m³
Lagenanzahl3 (Normal) / 5 (Mod.)

Häufige Fragen

Was kostet ein Proctor-Versuch in Salzgitter?

Für einen einfachen oder modifizierten Proctor-Versuch liegen die Kosten je nach Aufbereitungsaufwand und Körnung zwischen €80 und €210. Der Preis umfasst Probenvorbereitung, Prüfserie mit mindestens fünf Wassergehalten, grafische Auswertung und Prüfbericht nach DIN 18127.

Wann brauche ich den modifizierten statt des einfachen Proctor-Versuchs?

Den modifizierten Proctor setzen Sie ein, wenn hohe Verkehrslasten zu erwarten sind – typisch für Straßenoberbau, Parkplätze und Industrieflächen. Die ZTV E-StB 17 schreibt ihn für Tragschichten ohne Bindemittel vor. Bei einfachen Erdbaumaßnahmen wie Dämmen oder Leitungsgräben genügt der einfache Proctor.

Wie viele Proben brauche ich für meine Baustelle in Salzgitter?

Das hängt von der Homogenität des Bodens ab. Bei wechselnden Schichten – etwa im Bereich der Innerste-Aue mit eingelagerten Tonlinsen – empfehlen wir eine Probenahme pro 500 m³ Aushubmaterial oder bei jedem deutlichen Bodenwechsel. Unser Ingenieur berät Sie nach einer kurzen Baustellenbegehung.

Welche Norm gilt für den Proctor-Versuch in Deutschland?

Die Prüfung erfolgt nach DIN 18127:2012. Für Tragschichten im Straßenbau kommt zusätzlich die DIN EN 13286-2 zur Anwendung. Unser Labor ist nach ISO 17025 akkreditiert und stellt Ihnen die Prüfberichte mit normkonformer Rückverfolgbarkeit aus.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Salzgitter und seinem Großraum.

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