Salzgitter ist keine Stadt, in der man den Untergrund pauschal beurteilen kann. Die geologische Situation reicht von verwitterten Tonsteinen des Jura über pleistozäne Sand- und Kieslagen bis zu aufgefüllten Industriebrachen, die von über 100 Jahren Stahlproduktion zeugen. Genau hier setzt der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc und Lugeon an: Er liefert die tatsächliche Durchlässigkeit im ungestörten Gebirge, nicht den abgeschätzten Wert aus einer Korntabelle. Ob für Versickerungsanlagen im Norden der Stadt oder die Abdichtung einer Baugrube im Grundwasser bei Lebenstedt – das Laborteam führt die Versuche nach DIN EN ISO 22282-2 und -3 durch und dokumentiert jeden Meter Bohrloch so, dass er einer geotechnischen Nachweisführung standhält. Ergänzend ziehen wir bei Frage nach der Kornverteilung eine Korngrößenanalyse hinzu, wenn der Boden dies zulässt, und bewerten die Verdichtungsfähigkeit mit dem Proctor-Versuch für anstehenden Erdplanumsboden.
Ein einziger in-situ-Versuch erspart oft drei Laborproben, weil er das Kluftnetz mitmisst, das im Kernkasten verschwindet.
