Eine Neun-Meter-Baugrube in Lebenstedt, direkt neben einem Bestandsbau von 1954. Der anstehende Geschiebemergel wechselt auf kurzer Distanz seine Konsistenz – das ist Salzgitter. Genau solche Baustellen prägen unsere Arbeit. Die geotechnische Bemessung tiefer Baugruben erfordert hier mehr als Standardlösungen.
Die quartären Lockergesteine im Stadtgebiet, geprägt durch die Urstromtäler der Oker und Fuhse, liefern selten homogene Baugrundprofile. Wir koppeln die Baugrubenbemessung mit der Korngrößenanalyse und den Atterberg-Grenzen, um die bindigen Horizonte präzise einstufen zu können. In Salzgitter-Bad komplizieren zusätzlich sulfathaltige Tonsteine des Jura die Aushubplanung. Unser Team berechnet Verbauwände, Steifenlagen und Verankerungen so, dass die Verformungen im Millimeterbereich bleiben – auch bei voller Wasserhaltung während eines nassen Winters mit hohem Grundwasserstand im Lockergestein.
Eine Baugrubenbemessung ohne lokale Bodenkennwerte ist wie ein Statiker ohne Betonfestigkeitsklasse.
