Salzgitter ist keine gewöhnliche Stadt – die Geologie hier ist ein Flickenteppich. Zwischen den Ausläufern des Salzgitter-Höhenzugs, alten Tagebauflächen und den mächtigen Tonsteinformationen des Jura wechselt der Untergrund oft alle paar hundert Meter. Wer in Lebenstedt, Bad oder Thiede baut, braucht eine bodenmechanische Untersuchung, die diese lokalen Kontraste wirklich erfasst. Pauschale Tabellenwerte helfen hier nicht weiter. Die Industriegeschichte hat zudem überall Auffüllungen und Verdichtungen hinterlassen, deren Tragfähigkeit man nicht auf den ersten Blick sieht. Unser Labor kombiniert Feldaufschlüsse mit präziser Analytik, um Setzungen, Grundbruch und die Interaktion mit dem Grundwasser – das in Teilen der Stadt sehr hoch ansteht – realistisch abzubilden. Wer die Statik eines Bauwerks auf einen unsicheren Baugrund stellt, riskiert schon bei mittleren Lasten Verformungen, die teuer werden. Deshalb setzen wir auf eine enge Verzahnung von Sondierung und Laborversuch, damit jede Kennziffer aus dem Bericht auch zur lokalen Schichtenfolge passt.
Wer in Salzgitter baut, muss mit dem rechnen, was unter der Grasnarbe liegt – oft mehr Geschichte als Geologie.
