Wenn man in Salzgitter eine Baugrube tiefer als drei Meter auffährt, zeigt sich oft, wie trügerisch die oberflächliche Tragfähigkeit sein kann. Die quartären Lockergesteine, die durch die Innerste und Fuhse abgelagert wurden, wechseln auf kurzer Distanz ihre Zusammensetzung, und wer sich hier nur auf Erfahrungswerte verlässt, riskiert teure Überraschungen. Wir begleiten Projekte in den Industrieparks und Wohngebieten der Stadt mit dem Triaxialversuch, weil nur die kontrollierte Simulation des Spannungszustands im Untergrund jene Kennwerte liefert, die ein fundiertes Baugrundgutachten nach Eurocode 7 verlangt. Die 104.000 Einwohner zählende Stadt mit ihrer Mischung aus Stahlindustrie und sensibler Wohnbebauung erfordert eine Geotechnik, die lokale Bodenheterogenität ernst nimmt, und genau hier setzt unser versuchstechnisches Konzept an. Ergänzend setzen wir bei rolligen Schichten auf die Korngrößenanalyse, um die Verdichtungsfähigkeit des anstehenden Materials zu bewerten, und bei bindigen Böden auf die Atterberg-Grenzen, um das plastische Verhalten unter Wasserzutritt abzuschätzen.
Nur der Triaxialversuch liefert die effektiven Scherparameter, die ein realitätsnahes Baugrundmodell für Salzgitter ermöglichen.
