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Schürfgruben in Salzgitter – Bodenaufschluss mit Sachverstand

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Ein häufiger Fehler in Salzgitter ist die Annahme, der Untergrund sei homogen und unkritisch – bis die erste Baugrube in einer alten Auffüllung oder über einem ausgelaugten Salinarspiegel steht. Die Schürfgruben liefern hier den direkten Einblick, den kein indirektes Verfahren ersetzen kann. In den Hangbereichen von Salzgitter-Bad oder auf den Industriebrachen nahe der Stahlwerke trifft man regelmäßig auf anthropogene Auffüllungen, die in ihrer Zusammensetzung stark variieren. Eine Sondierung mittels Schürfgrube erlaubt uns, das Schichtenprofil anzusprechen, Bodenproben gestört und ungestört zu entnehmen und die tatsächliche Lagerungsdichte zu beurteilen – deutlich verlässlicher als eine reine Rammsondierung. Ergänzend setzen wir auf die Korngrößenanalyse, um die Klassifikation nach DIN EN ISO 17892 zu präzisieren, und auf den CPT-Versuch, wenn in tieferen Lagen ein durchgängiges Drucksondierprofil gefragt ist.

Eine einzelne Schürfgrube erspart oft mehr Nachträge als zehn Rammsondierungen zusammen.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Zwischen den quartären Kiesen der Innerstetal-Aue im Norden Salzgitters und den verwitterten Tonsteinen des Jura im südlichen Stadtgebiet liegen Welten. Eine Schürfgrube in Lebenstedt, wo die Auelehmauflage oft weniger als 1,5 m beträgt, sieht völlig anders aus als eine in Salzgitter-Bad, wo man bereits nach 80 cm auf den Festgesteinszersatz trifft. Genau diese räumliche Variabilität macht standardisierte Untersuchungen so trügerisch. Wir dokumentieren jede Schürfgrube mit fotografischer Aufnahme des Schichtenprofils, manueller Ansprache nach DIN EN ISO 14688 und schichtbezogener Probenahme. Die Aufgrabungstiefe beträgt meist zwischen 2,0 und 4,0 m, in Absprache mit dem Tragwerksplaner auch tiefer. In Kombination mit Atterberg-Grenzen lässt sich die Konsistenz bindiger Böden zuverlässig einstufen, was besonders in den tonreichen Verwitterungshorizonten am Salzgitter-Höhenzug planungsrelevant wird.
Schürfgruben in Salzgitter – Bodenaufschluss mit Sachverstand
Technische Referenz — Salzgitter

Lokale Besonderheiten

Im Raum Salzgitter sehen wir immer wieder, dass Bebauungen in der Nähe ehemaliger Erztagebaue oder Haldenflächen ohne direkten Aufschluss geplant werden. Eine Rammsondierung allein zeigt zwar die Spitzenwerte, aber nicht, ob der Widerstand von einer Schlackenlinse oder von tragfähigem Kies stammt. Die Schürfgrube deckt genau diese Unterscheidung auf. Auch die Gefahr von Hohlräumen im Salinargebiet oder von unkontrollierten Auffüllungen mit organischen Beimengungen wird erst im Anschnitt sichtbar. Wer auf diesen direkten Einblick verzichtet, riskiert Fehleinschätzungen der Tragfähigkeit, die später zu Setzungsrissen oder ungeplantem Bodenaustausch führen – vermeidbare Kosten, die im gewerblichen Hochbau schnell sechsstellig werden können. Unsere Dokumentation dient zudem als belastbare Grundlage für den Baugrundgutachter und die Prüfstatik.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 22475-1:2006 – Probenahme und Grundwassermessungen, DIN EN ISO 14688 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, DIN 4124 – Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Übliche Aufgrabungstiefe2,0 m bis 4,0 m (nach Erfordernis tiefer)
ProbenahmeGestört und ungestört nach DIN EN ISO 22475-1
DokumentationSchichtenverzeichnis, Fotodokumentation, Lageskizze
BodenanspracheDIN EN ISO 14688-1 und -2
ArbeitssicherheitGrabenverbau nach DIN 4124 bei Tiefen >1,25 m
VerfüllungLagenweise verdichtet, Material nach Vorgabe AG

Häufige Fragen

Was kostet eine Schürfgrube in Salzgitter?

Für eine maschinelle Schürfgrube mit fachlicher Begleitung, Dokumentation und Probenahme bewegen sich die Kosten im Raum Salzgitter je nach Tiefe und Zugänglichkeit üblicherweise zwischen €420 und €730 netto. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der Aufschlüsse, der erforderlichen Tiefe und der Verkehrssicherung ab.

Ab welcher Tiefe ist ein Verbau nötig?

Nach DIN 4124 muss ab einer Tiefe von 1,25 m ein Grabenverbau oder eine standsichere Böschung hergestellt werden – das gilt in Salzgitter wie bundesweit. Wir kümmern uns um die Einhaltung dieser Vorgabe und stellen die Arbeitssicherheit vor Ort sicher.

Reicht eine Schürfgrube für die Baugrundbeurteilung?

Eine Schürfgrube liefert einen punktuellen, aber sehr aussagekräftigen Einblick. Für flächige Baugrundbeurteilungen kombinieren wir sie meist mit Sondierungen und Laborversuchen, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Salzgitter und seinem Großraum.

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